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Rembrandt Gemälde erreicht nicht Verkaufsziel


New York (dpa) - Entgegen den Erwartungen hat ein wertvolles Rembrandt-Gemälde bei einer Versteigerung in New York den bisherigen Höchstpreis für ein Werk des Künstlers nicht übertroffen.

Das Halbporträt «Sankt Jakobus der Ältere» von 1661 brachte dem Kunsthaus Sotheby’s am Donnerstag «nur» 25,8 Millionen Dollar (knapp 20 Millionen Euro) ein. Der Höchstpreis für ein Rembrandt-Gemälde wurde 2000 mit 28,7 Millionen Dollar für das «Porträt einer Dame im Alter von 62 Jahren» erzielt.

Den Weltrekord für ein Bild des deutschen Malers Hans Baldung Grien (1484/85-1545) fuhr dagegen das Konkurrenzhaus Christie’s ein. Die Kohlezeichnung «Kopf eines Mannes» (Head of a Man) brachte 3,7 Millionen Dollar ein, obwohl sie auf maximal eine Million geschätzt war. Die ausdrucksstarke Zeichnung gehört in die wichtige Reihe von Kopf-Studien, die der berühmte Mitarbeiter von Albrecht Dürer zwischen 1515 und 1530 schuf.

Der Kaufpreis für den Apostel Jakobus lag zwar leicht über der Schätzung des Auktionshauses Sotheby’s, das die Arbeit auf 18 bis 25 Millionen Dollar taxiert hatte. Experten hatten wegen der besonderen Bedeutung des Bildes aber mit einem neuen Rekord gerechnet. Eine Sotheby’s-Sprecherin sagte der dpa gleichwohl, das Ergebnis sei sehr gut. «Wir sind begeistert von dem Verkauf.» Wer das Bild telefonisch ersteigerte, wurde nicht mitgeteilt.

Das Werk von 1661 stammt aus der letzten Schaffensperiode Rembrandts ((1606-1669). Es zeigt den Apostel Jakobus betend von der Seite, mit der für den Maler typischen Kontrastierung von Licht und Schatten. Dass eine Arbeit des niederländischen Künstlers aus dieser Zeit auf den Markt kommt, gilt als ausgesprochen ungewöhnlich. Verkauft wurde das Bild von einer amerikanischen sozialen Stiftung, die es kürzlich von der Familie des Kunstsammlers Carlton Clark erhalten hatte. Clark, ein Enkel des Firmengründers von Singer-Nähmaschinen, hatte es 1955 erworben.

Quelle: schwarzwaelder-bote.de



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